Im Auftrag der Dienststelle Raum und Umwelt des Kantons Luzern (RAWI) untersuchte das Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) unter Mitwirkung von Philipp Betschart, wie sich Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone qualitätsvoll in den regionalen Kontext einfügen lassen. Ziel war die Entwicklung nachvollziehbarer Vorgaben, die eine zeitgemässe architektonische Sprache ermöglichen und gleichzeitig die gewachsene Kulturlandschaft sowie die ortsspezifischen Strukturen respektieren.
Bauten ausserhalb der Bauzone prägen massgeblich den Charakter der Landschaft und sind oft wichtige Zeugen der baulichen Entwicklung einer Region.
Die inhaltliche Erarbeitung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit relevanten Akteur:innen aus Praxis. Beteiligt waren unter anderem der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV), der Verband der Luzerner Gemeinden (VLG), die Vereinigung Luzernischer Gemeindeingenieure (VLGI), der Innerschweizer Heimatschutz (IHS) sowie die Zentralschweizer Sektion des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). Der breit abgestützte Dialog ermöglichte die Entwicklung praxisnaher und fundierter Beurteilungskriterien.
Mit den nun erarbeiteten verbindlichen Gestaltungsvorgaben schafft der Kanton Luzern einen klaren Rahmen, um neue Bauvorhaben harmonisch in die bestehende Kulturlandschaft einzufügen und an die regionale Baukultur anzuknüpfen.
Die gewonnenen Erkenntnisse stehen auf der Website des Kantons Luzern zur Verfügung.